FUSSBALL 2. Liga Interregional – Spiel der Runde Liestal holt ein 0:4 aufSV Muttenz – FC Liestal 4:4 (3:0)



Am letzten Samstag reiste unser Team nach Muttenz zum mit Spannung erwarteten Verfolgerduell und „Derby“, um gegen das „Team der Stunde“ den SV Muttenz anzutreten. Beide Teams gewannen nach Ihren Startniederlagen die folgenden 3 Spiele zu Null, wobei die Muttenzer in den drei Spielen mit 18 geschossenen Toren gegenüber unsere 8 geschossenen Toren noch eindrücklichere Resultate erzielt hatten.

Leider mussten wir aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten mit auf Silas Schneider, „Sämi“ Mollet, Nico Frick und Joel Stampfli weiterhin auf wichtige Spieler verzichten.

Bei einem Spitzenteam einen in den letzten 15 Minuten einen 4:0 Rückstand auf eine 4:4 aufzuholen zeugt von einer grossen Moral und Solidarität in unserem Team! Man darf aber mit Sicherheit nicht vergessen, dass unser Team keine gute Leistung gezeigt hat über die gesamten 90. Minuten und mit dem Schlussresultat von 4:4 sich für unser Team wie ein Sieg angefühlt hat. Gute Besserung wünschen wir unserem verletzten Goali Mark Riccio, welcher sich in der ersten Halbzeit ohne gegnerische Einwirkung des Gegners am Sprunggelenk verletzt hat und das Spiel nicht fortführen konnte.

Nehmen wir den Punkt und hoffen wir auf eine Leistungssteigerung unserer Mannschaft im Auswärtsspiel vom nächsten Samstag um 16.00 Uhr auswärts gegen Tavannes/Tramelan und den darauffolgenden Spielen.

Hier der Spielbericht von eh-Presse: Der SV Muttenz zeigte im Nordwestschweizer Derby gegen den FC Liestal mehr als eine Stunde eine vorzügliche Darbietung und erarbeitete sich verdientermassen einen deutlichen 4:0-Vorsprung. Weil er sich danach jedoch zu sicher fühlte, verspielte er in der Schlussviertelstunde das scheinbar beruhigende 4:0 Polster noch leichtsinnig. Auf der anderen Seite holte sich Liestal den Punkt, weil man einige psychologische Tiefschläge wegsteckte und bis zuletzt an das Unmöglich scheinende glaubte. «Man of the match» ist der ex-Muttenzer Diego Stöckli mit seinen drei Toren.

In der ersten Halbzeit blieb für die Gäste aus der Kantonshauptstadt lediglich die Statistenrolle übrig, denn Herr im Hause waren ganz klar die Rotschwarzen. Sie dominierten nach Belieben, obwohl die Liestaler das Spiel der Gastgeber mit intensivem Forechecking zu unterbinden versuchten. Bereits in der 5. Minute fiel der in der Entstehung glückliche Führungstreffer für den SVM. Manuel Alessio (auch in dieser Liga schon an der Spitze der Topskorer) wollte eigentlich nach einem Zuspiel in die Tiefe den Ball mitnehmen, wobei dieser für Schlussmann Mark Riccio unerreichbar in die tiefe untere Ecke kullerte. Das 2:0 war dann allerdings wunderbar herauskombiniert. Manuel Jenni bewies in der 35. Minute Übersicht und bediente Luca Brunner perfekt, der souverän einschoss. Da stand bei den Gästen mit Nils Schulz bereits der zweite Torhüter im Kasten. Riccio landete beim Herunterholen eines hohen Balles mit dem linken Fuss ungünstig und dürfte sich an den Bändern des Fussgelenkes verletzt haben. Noch vor der Pause setzte Muttenz-Captain Marc Tanner mit einem souverän verwandelten Foulpenalty und dem 3:0 noch einen Schlag drauf auf das Nervenkostüm der Ritter-Equipe. Glück für die Gäste, dass «Sünder» Siro Altdorfer, bereits verwarnt, für sein Foul nicht die Ampelkarte kassierte. Trainer Mario Ritter antizipierte ein allfälliges Problem, indem er Affolter nach der Pause in der Garderobe beliess und so einen möglichen Platzverweis verhinderte.

Liestal mit Unterstützung zurück Auch nach dem Seitenwechsel deutete vorerst nichts auf eine Wende, denn die Mannschaft von Trainer Peter Schädler hatte das Geschehen weiterhin im Griff. Jenni traf gar mit einem Weitschuss lediglich die Latte. Im Anschluss an einen Fehler von Schulz staubte Alessio im Stile eines Goalgetters

eiskalt zur vermeintlichen Entscheidung ab. Trotz diesem klaren Rückstand gaben die Gäste allerdings nie auf. Der Wille, aber auch der Glaube, dass für sie noch etwas zu holen ist, war stets präsent. Diese mentale Stärke brachte Liestal schlussendlich doch noch ein Unentschieden ein. Die Aufholjagd leitete Stöckli ein, indem er in der 75. Minute eine flache Hereingabe ins Netz abfälschte. Zu diesem Zeitpunkt war das Trio Jenni/Alessio/Brunner nicht mehr auf dem Platz. Musste Jenni danach einen Fuss pflegen, dürfte der Doppelwechsel des gefährlichen Offensivduos nach bereits 66 Minuten der klaren Führung geschuldet sein. Vielleicht würde man das nun nicht mehr so machen, aber wer glaubte da noch an eine Rückkehr der Gäste? Die Einheimischen verloren nach dem ersten Gegentreffer zunehmend ihre Souveränität, haderten zu sehr mit dem Referee und seinen Entscheiden und konnten im Angriff das Leder nicht mehr behaupten. Zusätzlichen Schub verlieh dem FC Liestal die dumme gelb-rote Karte für Cedric Haas. Allerdings wäre auch diese nicht notwendig gewesen, hätte der Unparteiische die Aktion an der Eckballfahne, als Haas von Lars Lutz in eben diese gedrängt wurde, unterbunden. So aber liess der Muttenzer seinen Ärger an der Fahne aus, was ihm die zweite Verwarnung einbrachte. In der 84. Minute traf der eingewechselte Emmanuel Wandji nach einem Abpraller zum 2:4 und das Adrenalin bei den Gästen entfachte zusätzliche Kräfte. Captain Marco Weisskopf motivierte seine Mitspieler. «Kommt Jungs, gehen wir alle nochmals zehn Minuten und holen den Punkt. Es reicht noch.» Was wie eine dahergesagte Motivationshülse tönte, traf ein. Allerdings hätte Muttenz selbst in dieser Lage die drei Punkte noch locker in die Garderobe bringen können, ja müssen. In der 91. Minute traf Stöckli nach einem Freistoss von der rechten Seite, völlig freistehend, per herrlichem Kopfball zum Anschlusstreffer. Als die Anhänger der Rotschwarzen akustisch dem Ref das Ende der Partie klarmachen wollten, fiel der Treffer doch noch. Und irgendwie passte es zum Spielverlauf. Auf einen hoch in den Strafraum geschlagenen Ball sprangen Stöckli, Weisshaupt und SVM-Goalie Valentino Reist etwas ausserhalb des Fünfmeterraumes zum Spielgerät. Reist und Weisshaupt landeten nach Körperkontakt auf dem Boden und der Ball vor den Füssen von Stöckli, der sich diese Chance nicht entgehen liess. Sekunden später folgte der Abpfiff.

Ärger, Konsternation und grosse Enttäuschung dominierten auf Seiten der Muttenzer. Speziell enttäuscht war A-Junior Robin Hänggi, der zuletzt bei seinen Kurzeinsätzen zweimal skorte. In der 66. Minute kam er für Brunner und in der 84. Minute musste er für Philippe Beck den Platz bereits wieder verlassen! Trainer Schädler musste nach dem Platzverweis von Haas einen Stürmer «opfern». Die Freude nach Spielschluss hielt sich bei den müden Gästen in Grenzen. Keiner mochte so richtig jubeln. Captain Marco Weisskopf: «Vor der Pause lief es nicht und es wurde laut in der Kabine. Unser Vorteil ist, dass wir an uns glauben und positiv bleiben. Dass man gegen einen starken Gegner ein 0:4 nicht einfach aufholt, ist klar. Da braucht es auch Glück. Wir sind froh, kehren wir mit einem Punkt nach Hause.»

Der FC Liestal spielt am Samstag 15.09.2018 auswärts um 16 Uhr beim FC Tavannes/Tramelan.

Hopp FC Liestal